Plattdeutsch-Theatergruppe spendet für gute Zwecke

Vom 18.10.2020

Die Theatergruppe der Kolpingsfamilie St. Martinus spendete jetzt 500 Euro für das Kinder- und Jugendzentrum Martinusheim und 500 Euro für das Bauprojekt von Kaplan Coffi in Benin aus ihrem Erlös der letzten Spielsaison. „Das machen wir schon Jahrzehnte lang“, berichtete Spielleiterin Elisabeth Schönhoff bei der Übergabe. Das Geld, das bei dem Plattdeutschen Theaterstück „Himmel ik danke di“ Anfang des Jahres eingespielt wurde, soll in Hagen für einen Beamer genutzt werden, der in dem neuen Kinosaal des Martinusheims angebracht wird. Kaplan Coffi möchte seinen Teil der Spende für den weiteren Bau eines Kindergartens und einer Schule in seinem Heimatland nutzen.

Gleichzeitig hatten die Schauspieler der Theatergruppe aber auch unschöne Neuigkeiten: „Wir haben uns dazu entschlossen, diese Saison auszusetzten und nicht zu spielen“, so Albert Schönhoff. Aufgrund der Corona-Pandemie erschien es allen Beteiligten die richtige Entscheidung zu sein. Auch Schauspielerin Anne Plogmann meinte dazu: „Wenn andere nicht spielen, die davon leben, dann spielen wir auch nicht hobbymäßig. Außerdem macht es keinen Spaß vor so wenigen Zuschauern.“ Albert Schönhoff pflichtete dem bei: „Hinzu kommt, dass unser Publikum zum Großteil aus älteren Menschen besteht, die zur Risikogruppe gehören. Weil das Interesse an dem Plattdeutschen Theater aber grundsätzlich da ist, denken wir im Augenblick über mögliche Alternativen nach.“ Und nicht nur für das Publikum sei ein Theaterbesuch mit einem gewissen Ansteckungsrisiko verbunden. Elisabeth Schönhoff: „In unserer Gruppe sind auch viele Ü70er dabei. Auch die Schauspieler müssen natürlich aufpassen und dürfen sich eigentlich nicht zu nahekommen. Aber wie soll das gehen, wenn man z.B. ein Liebespaar spielt?“ Dennoch werde schon jetzt die nächste Saison geplant – wann auch immer diese sein mag.

a.b. / Hagener Markbote (vielen Dank für den Artikel und das Foto!)

zum Foto:
Die Schauspieler und Helfer der Plattdeutsch Theatergruppe der Kolpingsfamilie St. Martinus überreichten einen Teil aus ihrem Erlös an das Martinusheim, vertreten durch Jugendpflegerin Meike Jansen (4.v.r.), und an Kaplan Coffi (rechts).

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